Wie wir zu den Riesen kamen. . .

Mein damaliger Freund und jetziger Mann hatte vorgeschlagen Kaninchen zu züchten.
Anschließend haben wir uns überlegt, was für eine Rasse wir züchten wollen.
Für mich war klar, dass nur eine Rasse in Frage kam, nämlich „Deutsche Riesen grau“.

So fuhren wir auf die Kreiskaninchenschau nach Wiernsheim und waren enttäuscht keinen
Deutschen Riesen zu finden. Da wir aber in der Absicht hingefahren sind ein Kaninchen zu
kaufen, kauften wir schließlich auch eins.
Wir kauften einen „Deutschen Widder weiß“ mit roten Augen, da er schließlich auch zu den größten
Rassen gehört. So kamen wir zu den „Deutschen Widdern weiß“ aber nicht zu den Riesen.
Dann kauften wir noch eine Häsin aus Hannover und züchteten erstmal „Deutsche Widder weiß RA“.

Somit hatte ich aber immer noch nicht meine Riesen.

Im nächsten Zuchtjahr (2002) fuhren wir dann auf die Riesenclubschau nach Waiblingen und
kauften zwei Riesen. Die Häsin hatte das Vereinstäto Z3 und der Rammler Z64. Die Häsin bekam
94,5 Punkte und der Rammler 96 Punkte. Somit hatten wir den Grundstein für die Riesenzucht gelegt.

Die Nachkommen waren leider etwas problematisch, weil sie bis zu den Ausstellungen nicht ihr
Gewicht erreichten. Zuerst hatten wir eine Krankheit im Bestand und dann fütterten wir das falsche
Futter, wie sich im Nachhinein rausstellte. Keiner hatte uns gesagt, dass es spezielles Futter für große
Rassen gibt. Dies erfuhren wir dann bei einer Landesschau als wir mit einem Futtervertreter sprachen.

Ab dem zweiten Jahr hatten wir auch keine Probleme mehr unsere „kleinen Großen“ aufs Gewicht
zu bekommen.

unser erster Rammler
"Hasenbär" von Z64



Die Geschichte der Riesenkaninchen
Das Riesenkaninchen wurde ursprünglich in Belgien erzüchtet und um 1885 als "Belgischer Riese"
nach Deutschland eingeführt. Nachdem jahrelang nur auf Größe und Gewicht hin gezüchtet wurde,
reduzierte man 1937 das erwünschte Gewicht sowie die Rumpflänge und benannte die Rasse in
"Deutscher Riese" um.

Gewicht und Körperbau
Das Mindestgewicht beträgt 5,5 kg, das Normalgewicht über 7 kg. Ein Höchstgewicht besteht nicht,
mehr als 10 kg werden jedoch selten erreicht. Die ideale Körperlänge liegt bei 72 cm. Der Körper ist
groß und gestreckt, breit und tief und besitzt einen seiner Größe entsprechenden starken Knochenbau.
Auffällig sind die großen Köpfe und die fleischigen Ohren mit einer Mindestlänge von 17 cm; wobei
eine Ohrlänge von über 21 cm auch keine Seltenheit mehr ist.

Farbe
Als Farbenschläge wurden anerkannt: wildfarbig, dunkelgrau, eisengrau und hasenfarbig
sowie schwarz, blau, chinchillafarbig und gelb.
Am weitesten verbreitet ist der Deutsche Riese, wildfarbig.